Reiseführer Kardzhali - nützliche Reiseinformationen und Reisetipps

 

Kardzhali (Kardschali, Kardjali) liegt im Herzen der östlichen Rhodopen, entlang den beiden Ufern des Arda Flusses. Zwei Stauseen befinden sich in der Umgebung. Der Stausee "Studen Kladenez" östlich von Kardzhali und der Stausee "Kardzhali" südlich der Stadt. Die Stadt Kardzhali liegt 250 km von Sofia, 90 km von Plovdiv, 81 km. von Assenovgrad, 66 km von Dimitrovgrad, 50 km von Haskovo und nur 15 km nördlich von Momtschilgrad.

 

Die Geschichte von Kardzhali

 

Kardzhali wurde schon in der Antike besiedelt. Zahlreiche kulturhistorische Zeugnisse vieler Völker, wie Thraker, Römer, Byzantiner, Bulgaren und Osmanen, weisen auf eine mehr als 3.000 jährigen Geschichte hin. Die ersten Spuren hinterließ der thrakische Stamms "Koelaleti", der von den Römern im 1. Jahrhundert unterworfen wurde. Dann besiedelte der slawische Stamm "Smoleni" das heutige Territorium von Kardzhali. Im Mittelalter fiel das Gebiet abwechselnd unter bulgarischer und byzantinischer Herrschaft. Kardzali ist ein Nachfolger der mittelalterlichen bulgarischen Stadt "Manyak", die im architektonischen Stil von Preslav, Messemvria (die heutige Stadt Nessebar) und Tarnovo gebaut wurde. In der Mitte des 17. Jahrhunderts herrschte der osmanische Anführer Kardzhali Alla über die Stadt. Es wird angenommen, dass die sie nach ihm benannt wurde. Die erste Moschee in Kardzhali wurde im Jahr 1750 errichtet. Im 18. Jahrhunderts wurde die Stadt durch die blutdürstigen "Kardzhalii"-Banden durchstreift, die mehrere gedeihende bulgarische Dörfer zerstörten. Im Januar 1878 befreiten die Don-Kosaken unter General Tschernobuzov die Stadt zum ersten Mal. Am 8. Oktober 1912 wurde Kardzhali endgültig durch das Regiments vom Obersten Delov befreit.

 

Sehenswürdigkeiten in Kardzhali

  • Die bulgarische Basilika "Der Heilige Johannes der Täufer" (11 - 12 Jahrhundert) im Stadtviertel "Vseltschane". Bei archäologischen Ausgrabungen am Ende 1998 wurde hier die Grabstätte eines alten christlichen Bischofs entdeckt. Darin lag seine mit Gold bestrickte klerikale Kleidung. Nur drei solche Kleidungen sind in der ganzen Welt bis heute gefunden worden. Es hat sich erwiesen, dass diese die älteste Kleidung solcher Art ist, die in einer Grabstätte entdeckt worden ist.
  • Das Historische Museum in Kardzhali befindet sin im ehemaligen "Konak" - das Gebäude der osmanischen Stadtverwaltung aus dem Jahr 1870. Das Museum beherbergt 4000 Exponate und 179 archäologischen Objekte.
  • In der Galerie in der "Republikanska" Str. sind die Arbeiten von berühmten bulgarischen Malern, wie Vladimir Dimitrov-Maistora, Kiril Tzonev, Detschko Uzunov, etc., ausgestellt.
  • In Kardzhali gibt es zwei Theater: Das Theater "Dimitar Dimov" in der Bulair Str. 1 und das Puppentheater auf dem Thrakia Blvd. 17.

 

Kardzhali und Umgebung

 

In der Stadtumgebung gibt es interessante Felsformationen und Höhlen, über die die Einheimischen seit langer Zeit Legenden erzählen. "Diese Felsen tragen auch die sagenhaftesten und einzigartigsten Namen, wie z.B. die Felsformationen "Skalen Prosorez" (dt. das Felsen-Fenster), "Vkamenena Gora" (dt. der Steinwald), "Skalite na Ustra" (dt. die Ustra's Felsen), "Gubata" (dt. der Pilz), "Lavat" (dt. der Löwe); die Höhlen "Hladilnata Peschtera" (dt. die Kühlschrank-Höhle). Die merkwürdigsten Naturphänomene sind aber:

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