Reiseführer Sofia - nützliche Reiseinformationen und Reisetipps

 

Reiseführer Sofia Bulgarien


Sofia (Einwohner: 1 182 698) befindet sich im Tal des Flusses Iskar, geschützt von Nordosten durch das Balkan-Gebirge und von Südwesten durch das Vitoscha-Gebirge.

 

Die bulgarische Hauptstadt Sofia liegt auf einer Höhe von 550 Meter über dem Meeresspiegel und breitet sich auf ein Territorium von 1, 311 km2 aus.

 

Sofia ist 55 km. von der serbischen Grenze am Grenzübergang Kalotino entfernt, 113 km vom Zoll Gyueschevo mit Mazedonien, 183 km. von der griechischen Grenze am Grenzübergang Kaulata, 315 km. von der türkischen Grenze am Zoll Kapitan Andeevo und 324km. von Russe, dem Grenzübergang zu Rumänien.

 

In der Stadtumgebung liegen der Pantscharevo See und der Iskar Damm. Der Iskar Fluss fließt durch den Osten Sofias.

 

Die Hauptstadt Sofia wird durch internationale Verkehrstrassen mit den Hauptstädten Europas und über Istanbul und Ankara mit dem Nahen Osten verbunden.

 

Mit einer über siebentausend jährigen Geschichte ist Sofia, früher Serdika und Sredez genannt, eine die ältesten Siedlungen Europas.

 

Hunderte archäologischer Funde weisen auf Spuren von verschiedenen Völkern wie Thraker, Römer, Byzantiner, Slawen u.a. hin. Ihren größten Aufschwung erlebt die Stadt in der Zeit der nationalen Wiedergeburt im 18. Jahrhundert.

 

Nach dem Befreiungskrieg (1877-1878) wurde Sofia zur Hauptstadt des bulgarischen Königreichs und später nach der Unabhängigkeit (1908) zur Hauptstadt von Bulgarien ernannt.

 

Heute ist Sofia das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. Der internationale Flughafen und ein gut ausgebautes Straßennetz sowie die Nähe zum Serbien, Mazedonien und Griechenland machen die Region zum Anziehungspunkt für viele Besucher.

 

Ein Markenzeichen von Sofia ist die Kathedrale Alexander Nevski im Zentrum der Stadt. Sie wurde in der Zeit zwischen 1904-1912 als Denkmal der Unabhängigkeit gebaut und besitzt eine Sammlung von bulgarischen und byzantinischen Ikonen aus dem 9.-18. Jahrhundert.

 

Auch die vielen Museen wie das Historische, Archäologische, Ethnographische oder Naturwissenschaftliche Museum laden zu einem Besuch ein.

 

In Sofia finden alljährlich verschiedene kulturelle Aktivitäten statt: Kinofestivals, Konzerte, Theater, Opern, Symposien und vieles mehr.

 

Sehenswürdigkeiten in Sofia

 

  • Die Kathedrale "St. Alexander Nevski"
  • "St. Nikolai" - die russische Kirche
  • Die Kirche "St. Sofia"
  • Die Rotunde "St. Georg"
  • Die Kirche "St. Petka Samardjiiska"
  • Die Nationale Kunstgalerie
  • Das Nationale Theater "Ivan Vazov"
  • Die Kirche "St. Nedelya" befindet sich auf dem gleichnamigen Platz im Zentrum von Sofia. Die Kirche, mit ihrer riesigen Kuppel, ist ein typisches Beispiel der neo-byzantinischen Architektur. St. Nedelya hat 2 Eingänge. Der Fußboden ist mit schwarzem Marmor belegt. In der Nähe vom Altar wurde der Exarch Joseph I (1877-1915) begraben.
  • Das Nationale Historische Museum ist das größte und bedeutendste historische Museum in Bulgarien und verfügt über eine reichhaltige Sammlung von Artefakten der vorgeschichtlichen Zeit bis zur Neuzeit Bulgariens. Besonders erwähnenswert ist, das hier das berühmte "Gold der Thraker" ausgestellt wird. Adresse: Sofia, Boulevard Vitoscha 2
  • Das Nationale Archäologische Museum: Kunstgegenstände wie Gefäße und Werkzeuge aus der frühen Eisenzeit (12.-6. Jahrhundert v. Chr.), Teile von Rüstungen, Schmuck und Gebrauchsgegenstände aus thrakischer, römischer und griechischer Zeit: All das zeigt das in der Großen Moschee untergebrachte Archäologische Museum. Adresse: Sofia, Platz Alexander Battenberg.
  • Das Nationale Ethnographische Museum wurde Jahr 1892 als ein Teil des Nationalen Museums gegründet. 1906 wurde das Museum mit einer Sammlung von traditionellen bulgarischen Werkzeugen, Trachten, Webereien, Dekorationen und Musikinstrumenten unabhängig. Seit 1949 gehört das Ethnographische Museum zu der Bulgarische Akademie der Wissenschaften. 1969 wurde das Nationale Ethnographische Museum im Gebäude des ehemaligen Königspalastes untergebracht, der ein kulturelles Denkmal aus dem 19. Jahrhundert ist. Das Museum gehört zu den reichhaltigsten Museen auf der Balkanhalbinsel.

 

Parkanlagen in Sofia

 

  • Der grösste Stadtpark Sofias ist der Borissova Gradina Park (dt. Der Garten von Boris). Am Parkeingang liegt der See "Ariana". Weiter innerhalb des Parks gibt es zahlreiche Tennisplätze und Sportanlagen, u.a. das Nationale Stadion "Vasil Levski" und das Fußballstadion "Bulgarische Armee" vom Fußballklub CSKA Sofia.
  • Der Stadtgarten ist gegenüber der Nationalen Kunstgalerie gelegen.
  • Der Yuzhen-Park (dt. Der Süd-Park) ist der zweitgrößte Park nach dem Borissova Gradina Park. Der Süd-Park erstreckt sich vom Wohnbezirk "Ivan Vazov" bis zum "Hladilnika" Stadtteil.
  • Der Sport- und Schwimmzentrum "Spartak" (dt. Spartakus) ist ein attraktiver Platz für Open-Air Konzerte und Veranstaltungen.
  • Der Zapaden-Park (dt. der Westpark) befindet sich in der Nähe vom Stadtteil "Zaharna Fabrica" und des "Lyulin"-Wohngebiets.

 

Sofia und Umgebung

 

Die Sofia Ebene ist von den Vitoscha-, Lyulin- und den Plana-Bergen umgeben.

  • Der Naturpark Vitoscha
  • Das Lyulin Gebirge ist 3 km südwestlich von der Hauptstadt gelegen.
  • Das Plana Gebirge ist ungefähr 10 km in Richtung Süden von Sofia entfernt und kann mit dem öffentlichen Verkehr erreicht werden, oder mit dem Auto, der Straße nach Samokov und Borovez entlang. Am häufigsten besucht ist das Kokalyane Kloster, gebaut im 10. Jahrhundert durch den Zaren Samuil. Schöne Freskomalerei und Wandmalereien schmücken die nach russischen Mustern gebaute Kirche.
  • Der Pantscharevo See ist ungefähr 15 km. von der Hauptstadt entfernt und ist neben dem Pantscharevo Dorf gelegen. Der See ist ungefähr 5 km lang und 1 km breit.
  • Der Iskar Damm ist ein großer Stausee in der Nähe von Sofia. Er liegt 25 km südlich von der Stadt.
  • Besonders sehenswert in den Grenzen des Vitoscha Gebirges sind die Boyana Kirche und das Kloster von Dragalevzi. Die Bojana Kirche ist eines der wertvollsten Denkmäler des bulgarischen Mittelalters aus dem 11. Jahrhundert. Sie befindet sich im Vorort Bojana am Fuße des Vitoscha Gebirges, ca. 10 km vom Stadtzentrum Sofias entfernt. Die Kirche wurde 1979 unter der Nr. 42 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und fasziniert vor allem mit meisterhaften Wandmalereien ( 11./12. Jh., 1259, 14. Jh., 16./17. Jh. und 1882) und Fresken, deren Schöpfer bis heute unbekannt geblieben ist. Das Kloster Dragalevzi ist im 14. Jahrhundert erbaut und befindet sich in dem gleichnamigen Vorort Dragalevzi am Rande des Vitoscha Gebirges, ca. 10 km südlich von Sofia entfernt. Leider ist bis heute nur die Kirche des Klosters erhalten geblieben. Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der nationalen Wiedergeburt, fand hier der Führer des bulgarischen Aufstandes gegen die osmanischen Herrscher, der Nationalheld Vassil Levski, Schutz vor seinen Verfolgern.
  • Die Residenz "Vranya" mit ihrem kleinen See liegt an der Umgehungsstraße. Sie war der Wohnsitz des verstorbenen Zaren Boris III.
  • Die Stadt Bankya ist 22 km. von Sofia entfernt. Bankya ist ein berühmtes balneologisches Zentrum, wo kardiovaskuläre und Lungenkrankheiten behandelt werden.
  • Das Kremikovski Kloster ist 30 km nördlich von Sofia gelegen.
  • Das Kourilo Kloster (15 Jh.) befindet sich in der Nähe vom Dorf Kourilo, 18 km von der Hauptstadt entfernt
  • Das Rila Kloster ist etwa 120 Kilometer von Sofia entfernt.
 
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